Estland

Das nördlichste der drei baltischen Länder mit (meiner Meinung nach) der schönsten baltischen Hauptstadt Tallinn. Während meines Auslandssemesters in Litauen bin ich im Januar 2017 für zwei Tage nach Tallinn gefahren. Die Altstadt ist in allen baltischen Ländern wunderschön, doch nicht umsonst ist die komplette Altstadt Tallinns UNESCO-Weltkulturerbe.

Mit dem Nachtbus habe ich die acht-stündige Fahrt auf mich genommen. Zum Glück hatte ich wenigstens einen Zweiersitz für mich alleine, doch die Fahrt war trotzdem sehr anstrengend, weil es im Bus viel zu heiß war und die komplette Fahrt über ein Baby geschrieben hat. Völlig geschafft bin ich dann morgens in Tallinn angekommen und wusste erst einmal gar nicht, wo ich jetzt hingehen soll. Es war etwa sieben Uhr in der früh, alle Geschäfte waren noch zu und ins Hostel konnte ich auch erst ab 12 Uhr. Leider war nicht einmal die Richtung in die Altstadt ausgeschildert, sodass ich als erstes in die falsche Richtung gelaufen bin – wenigstens ist dadurch etwas Zeit vergangen.

Irgendwann bin ich dann zum Glück doch in der Altstadt angekommen und ins Hostel konnte ich auch schon ein paar Stunden früher einchecken. Von den 14 Betten in meinem Zimmer waren nur etwa sechs belegt – da war ich sehr erleichtert. Nachdem ich dann mein Bett bezogen hatte und noch mal eine Stunde lang den Schlaf von der Fahrt nachgeholt habe, habe ich mich auf gemacht, um die Stadt zu erkunden.

Das war gar nicht so einfach, denn – so schön die kleinen Gassen auch sind – man kann sich ganz schön schnell verlaufen und die Orientierung verlieren. Auf dem Rathausplatz stand auch noch der große Weihnachtsbaum – der wird wohl immer Ende Januar öffentlich verbrannt.

Zwischendurch bin ich immer wieder ins Hostel zurück gegangen und habe ganz viel Tee getrunken oder Haferbrei gegessen, denn es war sehr kalt draußen und irgendwann dann nicht mehr auszuhalten. Besonders schlimm war es am Meer, aber das wollte ich wenigstens mal gesehen haben.

Abends habe ich im Hostel noch zwei Deutsche getroffen, die auf der Durchreise nach Russland bis nach Asien waren. Dadurch ist der Abend ziemlich schnell vergangen – die Abende waren ziemlich lang, weil es schon so früh dunkel wurde. Am nächsten Tag habe ich eine Free Walking Tour mitgemacht. Das war sehr interessant, weil man viel über die Stadt, das Land und die Gebäude erfahren hat.

Den restlichen Tag lang bin ich die Altstadt noch einmal abgelaufen, habe Postkarten geschrieben und mich zwischendurch in einem Einkaufszentrum aufgewärmt, denn an dem Tag war es noch ungemütlicher draußen. Leider war der Rückweg zum Busbahnhof auch nirgends ausgeschildert und ich hatte ziemlich Angst, mich komplett zu verlaufen, daher war ich sehr erleichtert, als ich dann am Bahnhof angekommen war. Wieder über Nacht ging es dann zurück nach Vilnius.

Meine Empfehlung ist es wohl eher im Sommer zu verreisen – gerade wenn man sich die Städte anschauen möchte. Denn bei Eiseskälte macht das echt nicht so viel Spaß. Aber schön war es trotzdem.

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